Chateau Guiraud

Das Mikroklima

Das Mikroklima

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Botrytis cinerea

Schimmelpilz, der eine Vielzahl von Früchten befällt, darunter Weintrauben.


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Das Klima in der Appellation Sauternes unterliegt den Einflüssen des Ozeans. Die Winter sind mild (5-10°C) und feucht, der ebenfalls feuchte Frühling ist lau und fördert den Austrieb. Die Sommer sind mäßig warm (17-20°C bis hin zu 30°C) und sorgen für eine progressive Reife der Trauben.

Im Herbst weichen die Klimabedingungen von einem normalen ozeanischen Klima ab. Das Sauternes-Gebiet wird von einem besonderen Mikroklima beeinflusst, welches die Entwicklung eines mikroskopischen Schimmelpilzes, des Botrytis Cinerea (auch Edelfäule genannt), unterstützt, ohne den es keinen Sauternes-Wein geben würde. Morgendlicher Nebel überdeckt die Weinberge, dessen Feuchtigkeit die Arbeit des Botrytis fördert.

Die Sonne, die im Laufe des Vormittags zum Vorschein kommt, verdrängt den Nebel und sorgt für warme Temperaturen, durch die die Trauben trocknen und sich konzentrieren. Auch der Wind spielt eine wichtige Rolle und kann eine Lese sowohl retten als auch ruinieren. Trockener Wind aus nördlicher und östlicher Richtung trocknet die Weinberge und unterstützt die Konzentration der Trauben. Westwind kündigt Regen an und kann einen teilweisen oder sogar kompletten Verlust der Lese verursachen.

Die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei rund 860 mm, wobei der meiste Regen aufgrund der Wetterturbulenzen des Atlantiks im Winter fällt. Im Gegensatz dazu erreichen die sommerlichen Niederschläge 50 bis 60 mm pro Monat.

Die starke Sonneneinstrahlung und Temperaturen um die 30°C im Juli und im August beschleunigen den Reifeprozess der Trauben. Es sind jedoch die Sonneneinstrahlung und die Niederschlagsmengen in den Monaten September & Oktober, die über die Qualität des Jahrgangs entscheiden.