Chateau Guiraud

Der Botrytis

Der Botrytis

Die Edelfäule (Botrytis Cinerea) ist für unsere Sauternes-Weine verantwortlich.

Auf Guiraud geben wir uns nicht mit perfekt reifen Trauben zufrieden, sondern suchen Konzentration und Veredelung durch einen mikroskopischen Pilz: die Edelfäule.

Wenn die Trauben Anfang September ihre volle Reife erlangt haben, sorgen die kühlen Nächte, der reichliche Tau und der morgendliche Nebel für die Entwicklung dieser mikroskopischen Fäule. Die goldfarbenen Trauben verfärben sich bläulich und ihre Haut wird angegriffen, so dass das in den Trauben enthaltene Wasser verdunsten kann. Dies ist die entscheidende Phase, in der alles auf dem Spiel steht und die Empfindlichkeit der Frucht uns den kleinsten Regenschauer fürchten lässt. Darin liegt das Risiko des Sauternes, ohne das es keinen großen Wein gibt, das aber für die Konzentration der Aromen sorgt.

Tag für Tag konzentrieren der morgendliche Tau und die Sonne am Nachmittag die komplexen Aromen in den Trauben und schenken uns einen großen Sauternes-Wein von unnachahmlichem Geschmack. Die Edelfäule, dieser geheimnisvolle Alchemist unserer Rebsorten und unseres Terroirs, verleiht den Trauben komplexe Säure und Süße verbunden mit einer Palette von Aromen, die von schwarzem Tee über weißen Pfeffer, Safran, kandierte Früchte bis hin zu gebrannten Noten reicht. Im Mund spürt man die Konzentration, die die Tannine und die Säure zum Ausdruck kommen lässt, bevor die Edelsüße des Weines die Geschmacksnerven umschmeichelt. Edelfaule Trauben entfalten eine endlose Reihe von Aromen und vielfältigen Geschmacksempfindungen. So entstehen die großen Weine von Château Guiraud: komplex, reich, stets frisch und nie schwerfällig. Fantastische Weine - das Ergebnis harter und wachsamer Arbeit, aber auch des Zufalls von Sonne und Wind.


Glossar


Die Edelfäule:

Fäule, die auf den Botrytis zurückzuführen ist. Wenn sich dieser Pilz jedoch bei bestimmten Witterungsbedingungen (morgens Nebel, tagsüber Sonne) und auf reifen und intakten Trauben entwickelt, reichert er sie mit Zucker und Aromen an.

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